PAL-NTSC-FILM-Umrechner
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FAQ zum PAL-NTSC-FILM-Converter

Was bei der Umrechnung zwischen verschiedenen Medientypen (DVD, Kino, Fernsehen/TV, VHS usw.) zu beachten ist und wieso es drei Input/Output-Felder im Konverter gibt, kann hier mit kurzen Erklärungen beschrieben werden. Dieser Abschnitt soll auch dabei helfen, einige Passagen des "Fernsehnormen - Standards und Technik"-Berichtes besser zu verstehen.



1. Warum gibt es diese Seite?

Als ich mich intensiv mit dem PAL-/NTSC-Thema beschäftigt habe, bin ich gerade im Internet auf viele Seiten gestoßen, die vor allem den NTSC-Standard nur sehr ungenau umschrieben haben, wodurch bei Lesern, die sich nicht in der Thematik auskennen, immer wieder Missverständnisse auftreten werden. Dass Unterschiede bei TV-NTSC und DVD-NTSC beachtet werden müssen, wird sehr oft ignoriert. Mein Bericht zu den PAL- und NTSC-Fernsehnormen soll insbesondere diese Unterschiede deutlich machen. Ein weiteres Ziel dieser Ausführung ist die damit verbundene korrekte Umrechnung von Lauflängen verschiedener Medien im PAL- und NTSC-Bereich - wie zum Beispiel die Längenumrechnung einer PAL-DVD in eine NTSC-DVD. Mehr zu den unterschiedlichen Medientypen weiter unten.

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2. Für was ist der PAL-NTSC-FILM-Converter zu gebrauchen?

Allen voran im Uncut-Filmbereich sind manchmal nur amerikanische NTSC-Laufzeiten von DVDs - sogenannte RegionCode1-DVDs (RC1, alle DVD-Regionalcodes im Überblick) - näher bekannt. Um nun zu wissen, wie lange dieser Film auf einer europäischen PAL-Version (RC2) ungeschnitten laufen würde, bietet sich die sekundengenaue Umrechnung an. In welches Feld des PAL-NTSC-FILM-Konverters die Laufzeit eingegeben und umgerechnet werden muss, hängt zum einen von der Quelle des Films ab, sowie dem Format in welches umgewandelt werden soll. Ebenso müssen die Laufzeiten von unterschiedlichen Intros und End Credits, die die Filmstudios eventuell in unterschiedlichen Filmversionen einsetzen, "bereinigt" werden. Mehr zu den verschiedenen Medientypen weiter unten.

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3. Gibt es einen Unterschied zwischen "Frame Rate" und "Refresh Rate"?

Ja. Im Bericht werden mit Absicht beide Begriffe verwendet. Mit der Frame Rate wird die reale Geschwindigkeit beschrieben, mit der ein Film abläuft. Wird ein Film in 24 fps gedreht und in 26 fps wiedergegeben, so hat sich damit die reale Abspielgeschwindigkeit vor den Augen des Betrachters geändert, weil nun mehr Frames in einer Sekunde abgespielt werden. Spielt man diesen 24 fps Film jedoch mit einer Bildwiederholrate (Refresh Rate) von 48 Hz ab, läuft der Film dadurch nicht schneller - es werden lediglich mehr Bilder pro Sekunde dargestellt.
Beispiel: 24 Frames werden in einer Sekunde dargestellt. Ein Frame wird ca. 41,67 ms lang angezeigt. Soll der Film nun mit einer Refresh Rate von 48 Hz abgespielt werden, müssen 48 Bilder pro Sekunde angezeigt werden. Jedes Frame wird zweimal hintereinander in einer Sekunde dargestellt, aber jeweils nur in einer Zeit von ca. 20,83 ms. Die Frame Rate hat sich nicht erhöht und es gab keine Änderung der realen Abspielgeschwindigkeit des Films.

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4. Was hat MPEG mit der ganzen Sache zu tun?

Auf einer DVD wird das Videomaterial im Format MPEG-2 abgespeichert. Dadurch ergeben sich u. a. Möglichkeiten um die Abspielgeschwindigkeit bzw. die "Länge" des Videomaterials zu beeinflussen. Theoretisch könnte es neben den bisherigen PAL- und NTSC-Standards noch mehr unterschiedliche DVDs mit noch "schneller" oder noch "langsamer" laufenden Videos geben.

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5. Worin liegt die Besonderheit in der Umrechnung?

Da es mehrere Arten von "NTSC-Quellen" gibt, findet diese Gegebenheit beim PAL-NTSC-FILM-Converter besondere Beachtung. Die Frame Rate im NTSC-Fernsehen sowie von vielen "Making-Of"-Dokumentationen auf NTSC-DVD (29,97 fps respektive 23,976 fps) ist eine andere, als die Frame Rate eines Kinofilms auf einer NTSC-DVD (24 fps). Dadurch ergeben sich auch Unterschiede bei den Längenangaben beider Medien. Eine NTSC-Laufzeit aus dem Fernsehen muss im Feld NTSC eingegeben werden, wobei eine NTSC-Film-Laufzeit einer herkömmlichen NTSC-DVD (z. B. in der Regel alle normalen Filme, die auch im Kino zu sehen waren) im Feld FILM eingegeben werden muss. Um die nominale Laufzeit eines Kinofilms umzurechnen - also die Länge, mit der der Film im Kino laufen sollte - wird ebenfalls das Feld FILM benutzt. Beachten Sie zur Frame Rate von Blu-ray Discs auch die abschließenden Bemerkungen.

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6. Ich suche ein weniger detailliertes Review, gibt es eine kurze Tabelle?

1.) Ja. Helfen könnte die auf den PAL-NTSC-FILM-Converter bezogene Tabelle, oder...

Überblick der Frame Rates, Refresh Rates (Bildwiederholraten)
 MedientypFrame Rate, Refresh RateFeld im Umrechner
PALDVD-Film25 fpsPAL
DVD-Specials25 fpsPAL
TV, VHS25 fps, 50 fields/sPAL
NTSCDVD-Film23,976 fps oder 24 fps1NTSC
FILM
DVD-Specials23,976 fps, 29,97 fps (2:3-Pulldown, Flags), 24 fpsNTSC
FILM
TV, VHS23,976 fps, 29,97 fps (2:3-Pulldown, "mechanisch"), 59,94 fields/sNTSC
High Definition (HD)Blu-ray Disc (BD) [Film]23,976 fps oder 24 fps2NTSC
FILM
HD DVD [Film]23,976 fps oder 24 fps3NTSC
FILM
KinoKinofilm24 fps (nominal)FILM

Tabelle 1: Überblick der Bildwiederholraten

1 Gewöhnliche Kinofilme sind normalerweise in 24 fps kodiert.

2 Gewöhnliche Kinofilme sind normalerweise in 23,976 fps kodiert.

3 Gewöhnliche Kinofilme sind normalerweise in 24 fps kodiert.


2.) ...die digitalen Fernsehstandards von ATSC, DVB, H.264/AVC und ISDB.

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7. Warum wird eine DVD im NTSC-Format, die per DVD-Player auf meinem Fernseher wiedergegeben wird, nur in schwarz/weiß dargestellt, obwohl die DVD an einem anderen Fernsehgerät in Farbe läuft?

Falls es nicht möglich ist im DVD-Player Menü oder in den Einstellungen des Fernsehers, das NTSC-System zu aktivieren bzw. den DVD-Player über ein SCART-Kabel an den Fernseher anzuschließen, dann ist der Fernseher wahrscheinlich zu alt um NTSC-Signale korrekt wiederzugeben.

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8. Warum fehlt der Ton eines in Österreich gekauften Fernsehers auf Guernsey (Kanalinseln)?

Der in Österreich gekaufte Fernseher ist scheinbar kein Multinormgerät, welches PAL-, SECAM- und NTSC-Signale einwandfrei wiedergeben kann.

In Österreich wird das System PAL-B/G benutzt, auf den Kanalinseln SECAM-L (je nach Gebiet evtl. PAL-I). Der Unterschied zwischen dem System in Österreich und dem auf den Kanalinseln liegt unter anderem in der Tonträgerfrequenz ("sound offset"). Diese beträgt bei PAL-B/G 5,5 MHz, bei SECAM-L 6,5 MHz. Abhängig vom Fernsehgerät sind die Tonprobleme auf diese Frequenz zurückzuführen.

Weitere Infos zu Signaleigenschaften aller Fernsehsysteme der Welt.

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9. Ich habe einen riesigen US-Fernseher ("NTSC only") hier in Österreich - und jetzt würde ich gerne fernsehen. Gibt es Geräte, die ein Antennensignal PAL in NTSC umwandeln?

Es gibt sogenannte PAL-/NTSC-Formatwandler wodurch die Signale PAL zu NTSC bzw. NTSC zu PAL konvertiert werden können.
Diese Geräte sind jedoch recht teuer und außerdem verschlechtert sich auch die Bildqualität durch die Normwandlung! Daher sollte genau überlegt werden, ob sich in Anbetracht des Preises und des Qualitätsverlustes die weitere Benutzung des NTSC-Fernsehers lohnt.

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10. Ich arbeite in Niger (Westafrika) und möchte mir ein LCD-TV-Gerät aus Deutschland mitnehmen. Ein interessantes Gerät hat Multisystem mit SECAM BG/GK/L. Funktioniert dies auch unter SECAM-K1?

Wenn das beschriebene Gerät ein Multistandard-System ist und für SECAM B, G, K und L geeignet ist, sollte es auch für SECAM-K1 geeignet sein, da K1 lediglich durch das Restseitenband mit 1,25 MHz eher minimale Unterschiede gegenüber SECAM-K (Restseitenband 0,75 MHz) aufweist. Die wesentlichen Hauptmerkmale dieser beiden SECAM-Systeme sind dieselben. Ein heutiger Fernseher der laut Beschreibung für das System PAL-G geeignet ist, sollte auch problemlos PAL-H darstellen können.

Ergänzende Infos zu Signaleigenschaften aller Fernsehsysteme der Welt.

Ein Verantwortlicher des nationalen nigrischen Fernsehsenders teilte folgende Auskunft mit: Bislang wurde das nationale nigrische Fernsehprogramm über SECAM-K' (6,5 MHz) ausgestrahlt. Alle Multistandardgeräte, die für SECAM-K geeignet wären, könnten ohne Probleme auch K' abdecken. Derzeit hat man allerdings einen Testlauf mit PAL 6,5 MHz gestartet, mit dem man in Niger so zufrieden ist, dass man wahrscheinlich das nigrische Fernsehen dauerhaft über PAL ausstrahlen wird. (April 2006)

Anmerkung: SECAM-K1 stellt eine kleine Untergruppe zu SECAM-K dar. SECAM-K' ist gleichbedeutend mit SECAM-K1. Allgemein hat man sich jedoch dazu entschlossen in Dokumenten den Begriff K1 vorzugsweise gegenüber K' zu verwenden, da sich K1 so besser von K unterscheiden lässt.

Nachtrag: Durch einen Praxistest in Niger stellte sich heraus, dass der laut Beschreibung SECAM-K taugliche LCD-TV (Samsung LE-32R 71B) einwandfrei funktioniert. Die Empfangsqualität über Satellit ist hervorragend. Die drei nationalen Programme, welche über SECAM-K1 ausgestrahlt werden, können ebenfalls problemlos empfangen werden. Farben und Ton sind gut. (August 2006)

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11. Ich habe mir kürzlich den Film "Into the West" in Code 2 mit 523 min. gekauft. Die US-Version in Code 1 soll eine Lauflänge von 552 min. haben. Wie ist die eigentliche Laufzeitdifferenz von diesem Film zu erklären?

Angenommen, die US-DVD-Version hat eine Laufzeit von 552 min., dann müsste die RC2-Version eine Laufzeit von ca. 529 min. haben (PAL-NTSC-FILM-Converter: FILM zu PAL). Problematisch bei der Serie "Into the West" ist, dass durch Aufteilung des Filmes in mehrere Stücke die US-Version sich in Intros oder Abspann eventuell von der deutschen Version unterscheiden kann, wodurch eine Differenz (529 min. zu 523 min.) zustande kommen könnte.
Weiterhin muss beachtet werden, dass die derzeitige US-DVD-Version kein Rating (Not Rated) hat, die deutsche Version jedoch das Rating FSK 12. Dies könnte darauf hindeuten, dass sich die Versionen tatsächlich inhaltlich unterscheiden. (Angabe ohne Gewähr)
Andererseits kann es sein, dass die US-DVD-Version nicht wirklich 552 min. läuft, sondern sich die Laufzeitangabe (http://www.imdb.com/title/tt0409572/) auf eine spezielle Kino- oder Festivalversion bezieht, welche einfach länger ist als die DVD-Version.

Im Fall "Into the West" ist es also ohne nähere Informationen schwierig über den PAL-NTSC-FILM-Converter "Gleiches" mit "Gleichem" zu vergleichen.

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12. Wir sind ein CD-Label und planen die Veröffentlichung einer DVD-Reihe, die weltweit erscheinen soll. Nun wollen wir aber nicht zwei Versionen herstellen lassen, sondern nur PAL oder nur NTSC. Soweit ich weiß, spielen die neueren DVD-Player sowieso beide Formate ab - sicher weiß ich das aber nicht. Falls die neueren Player in den USA PAL/NTSC-kompatibel sind, müssen sie ja mit den TV-Geräten verbunden werden - ist da nicht eventuell ein Problem zu erwarten? Oder können die neueren Player die Daten so umwandeln, dass sie problemlos auf NTSC-TV-Geräten laufen?

Europäische DVD-Player haben in der Regel kein Problem sowohl PAL als auch NTSC darzustellen. Einige ältere amerikanische Player können PAL nicht abspielen. Diese DVD-Player sollten aber mittlerweile kaum noch vertrieben werden. Schon seit längerem werden auch in den USA PAL/NTSC-kompatible Player verkauft.

Mit Einbeziehung eines TV-Gerätes kommt natürlich noch eine weitere "Fehlerquelle" hinzu. Viele ältere NTSC-TV-Geräte können PAL nicht wiedergeben; neuere verkaufte Geräte bieten eine erweiterte Kompatibilität.
Die Fernseher im europäischen Raum werden schon sehr lange als Multinormgeräte verkauft. Sie können sowohl PAL, NTSC (über PAL-60) als auch SECAM darstellen.

Im Zweifelsfall lässt sich eine PAL-DVD i. d. R. immer an einem PC in den USA abspielen - insbesondere wenn sie keinen Regionalcode besitzt, was auf selbsterstellte DVDs meistens zurifft.

Wenn man aber entweder nur eine PAL- oder nur eine NTSC-DVD herstellen will, muss man eben den Kompromiss eingehen, dass es einige Leute nicht abspielen können. Wenn es wirklich die notwendige Bedingung ist, dass nur eine DVD erstellt werden soll, müsste man schon fast zur NTSC-Version raten, da diese im europäischen Raum i. d. R. problemlos abgespielt werden kann. Andersherum wird eine PAL-Version in einigen US-Haushalten Probleme machen. (März 2008)

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22.10.2005 - letzte Aktualisierung: 16.06.2011

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